Behandlung der MS

1)

Akutbehandlung der Multiplen Sklerose

2)

Immunsupression

3)

Immunmodulation

4)

Alternative Therapien

5)

Symptomatische Therapien

6)

Begleitende Therapien

1) Akutbehandlung der Multiple Sklerose

Cortikosteroide (in der Umgangssprache als "Cortison" bekannt):

Unter den Patienten wie auch bei manchen Ärzten herrscht eine gewisse Zurückhaltung vor dem Einsatz von Cortikosteroiden und die vielfältigen Nebenwirkungen sind ja auch nicht zu übersehen. Trotzdem sind sie wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung und der Tatsache, dass sie in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke relativ schnell wieder abzudichten, anerkanntermaßen bei der Behandlung eines akuten Schubes das Medikament erster Wahl.  Ein akuter Schub kann mit Hilfe von Corticoiden abgekürzt und gemildert werden. Ein Effekt auf den Langzeitverlauf der MS ist allerdings sehr umstritten.

Aus dem vorher Gesagten ergibt sich schon, dass eine Behandlung mit Corticoiden als Regelbehandlung auf die schubförmig verlaufende MS beschränkt ist.  Beim chronisch progredienten Verlauf werden diese Medikamente nur unter bestimmten Vorbedingungen eingesetzt.

 Während man in früheren Jahren die Corticoidgaben nur niedrig dosierte mit ganz niedrigen Anfangsdosierungen und einer anschließenden Ausschleichphase, behandelt man heute einen akuten Schub ultrahochdosiert aber nur kurzzeitig. 

Als Nebenwirkungen sind bekannt: Bluthochdruck, Osteoporose, Cushing-Gesicht (aufgedunsenes Gesicht), NNR-Insuffizienz (ungenügende Leistung der Nebennierenrinde), Ulcus ventriculi (Magengeschwür), etc. Sie treten insbesondere bei längerer Anwendung auf. 

(Zusammengestellt von Hans Derichs aus folgenden Veröffentlichungen:

  1. Olaf Hebener: "Fundamente der Hoffnung, Theorie und Therapie der Multiple Sklerose", The World of Books Ltd, ISBN 3-932977-02-5
  2. William A. Sibley, M.D.: "Therapien der Multiplen Sklerose", Neuauflage (2002)
  3. Wolfgang Weihe:"Multiple Sklerose", Aus Wissenschaft und Forschung, ISBN 3-933378-00-1)

Ersteinstellung: 15. Juni 1999
Zuletzt überarbeitet: 1. März 2006