Martin Honcu, Blickpunkt-Ausgabe 03/2026
Wer von euch kennt nicht solche Momente, in denen man mit Freunden unterwegs ist und als Rollstuhlfahrer nur zuschauen kann, was die anderen erleben? Oft sind es gerade die schönsten und scheinbar einfachsten Aktivitäten, an denen ich nicht teilnehmen kann. Natürlich bin ich unglaublich dankbar für das, was ich erleben darf, für das, was ich kann, und für die Menschen, die mich begleiten. Trotzdem gibt es Situationen, in denen es weh tut, an die eigenen Grenzen erinnert zu werden. Das gehört für mich zum Leben dazu. Gerade deshalb sind die besonderen Momente, die möglich sind, umso wertvoller. Sie zeigen mir immer wieder, wie wichtig es ist, das Leben bewusst zu genießen. Eine solche Überraschung durfte ich vor Kurzem im Marburger Stadtwald erleben. Dort betreibt die Jugendförderung Marburg ein Freizeitgelände sowie eine Bildungs- und Begegnungsstätte. Das „Marburger Abenteuer Projekt“, kurz MAP, bietet zahlreiche Möglichkeiten für Freizeit, Naturerfahrung und erlebnispädagogische Aktivitäten. Das Gelände ist nicht frei zugänglich, sondern kann von Gruppen gebucht werden. Für diesen Bericht habe ich zwei besondere Attraktionen getestet.