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Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e. V.

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Aktuelles aus der Forschung

Warum Public Pharma für Menschen mit Multipler Sklerose ein Hoffnungsträger ist

Jan Wintgens, Blickpunkt-Ausgabe 04/2025

Stellen Sie sich vor: Ein Forschungssystem, das sich nicht danach richtet, welche Medikamente den größten Umsatz versprechen, sondern danach, was Patient*innen wirklich brauchen. Für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) wäre das ein Wendepunkt. Zwar hat die Pharmaindustrie in den vergangenen Jahrzehnten wirksame Therapien hervorgebracht, doch zu welchem Preis? Viele Bedürfnisse bleiben weiterhin unberücksichtigt: Fatigue, Depressionen, alltagsnahe Rehabilitationsmethoden oder schlicht die Frage, wie Medikamente bezahlbar bleiben können. Hier setzt die Idee von Public Pharma an – ein gemeinwohlorientiertes Modell, das in anderen europäischen Ländern bereits erste Formen angenommen hat und auch in Deutschland dringend diskutiert werden sollte.

© Kost9n4/pixabay.com

Wie behandelt man MS? - Teil 6: Ergänzende Therapien

Christiane Fischer, Blickpunkt-Ausgabe 04/2025

Neben den in den letzten Heften vorgestellten medikamentösen Therapien gegen MS wird hier als Abschluss der Serie ein Überblick über ergänzende Therapieformen gegeben.

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Bewertung von Arzneimitteln in verschiedenen Gesundheitssystemen

Andrew L. Gray/Christiane Fischer, Blickpunkt-Ausgabe 03/2025

Dass Gesundheitssysteme (Regierungen und Krankenversicherer) in Ländern mit hohem Einkommen es sich leisten können, mehr für neue Medikamente mit wichtigen gesundheitlichen Vorteilen zu bezahlen als Gesundheitssysteme in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, scheint offensichtlich. Dieses Ungleichgewicht geht einher mit einem eingeschränkten Zugang zu Arzneimitteln und Gesundheitstechnologien (z. B. diagnostischen Tests). Tatsächlich sehen sich alle Gesundheitssysteme auch mit einer Nachfrage nach neuen Medikamenten konfrontiert, die so teuer und so kompliziert in der Anwendung sind, dass sie ihre (finanziellen) Kapazitäten immer häufiger übersteigen.

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Wie behandelt man MS? – Teil 5: Basistherapie

Christiane Fischer, Blickpunkt-Ausgabe 03/2025

Neben den in den letzten Heften vorgestellten Immunmodulatoren, Immunsuppressiva, der Immunrekonstitution und der Therapie des akuten Schubs soll heute die Basistherapie näher beleuchtet werden. Die Mehrheitsmeinung empfiehlt, schon früh (beim klinisch isolierten Syndrom, KIS) mit einer Immuntherapie – einer sogenannten Basistherapie – zu beginnen. Aber ist dies in jedem Fall sinnvoll?

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Lenacapavir, ein Meilenstein in der HIV-Prävention – aber wer wird Zugang dazu erhalten?

Astrid Berner-Rodoreda, Blickpunkt-Ausgabe 02/2025

Dass wir uns nicht aus der HIV-Epidemie heraustherapieren können, steht schon lange fest. Die hohen Infektionszahlen erfordern eine effektive Prävention, die Hand in Hand geht mit der Ausweitung der antiretroviralen Therapie. Ein neue Präventionsspritze – Lenacapavir – könnte die HIV-Prävention revolutionieren, aber der Preis wird die Musik machen. Welche Länder und NutzerInnen werden sich die Spritze leisten können? Wo wird sie erhältlich sein? Seit Anfang dieses Jahres kommt hinzu, dass die amerikanische Regierung sich aus ihrer Rolle als wichtigster globaler Unterstützer im HIV-Bereich weitgehend zurückgezogen hat.

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Wie behandelt man MS? - Teil 4: Schubtherapie

Christiane Fischer, Blickpunkt-Ausgabe 02/2025

Neben den bereits vorgestellten langfristigen Ansätzen zur Vorbeugung bzw. zur Eindämmung des Schubrisikos und damit dem Fortschreiten der Erkrankung kommt zur Behandlung eines akuten MS-Schubs die sogenannte Schubtherapie zum Einsatz.

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MS am Äquator

Christiane Fischer, Blickpunkt-Ausgabe 01/2025

MS wird in den Ländern in Äquatornähe seltener diagnostiziert als in nördlichen oder südlichen Breiten. Doch was ist der Grund? Unterdiagnosen in armen Ländern, Überdiagnosen in reichen Ländern oder eine Kombination genetischer und umweltbedingter Faktoren?

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Wie behandelt man MS? - Teil 3: Immunrekonstitution

Christiane Fischer, Blickpunkt-Ausgabe 01/2025

Neben den in den letzten Heften vorgestellten Immunmodulatoren und Immunsuppressiva handelt es sich bei der Immunrekonstitution bei MS um ein relativ neues therapeutisches Konzept, bei dem das Immunsystem nach einer gezielten, intensiven Therapie auf eine Weise „neu gestartet“ werden soll, um die krankheitsverursachende Autoimmunreaktion zu stoppen oder abzuschwächen. Die Immunrekonstitution wird nur bei aggressiven oder therapieresistenten MS-Verläufen eingesetzt. Kritiker*innen bezweifeln die Wirksamkeit der teuren neuen Therapie.

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Gier im Arzneimittelbereich - Alemtuzumab: Vom Leukämiemittel zum MS-Präparat

Christiane Fischer, Blickpunkt-Ausgabe 04/2024

Der intravenös zu verabreichende monoklonale Antikörper Alemtuzumab wird bei der Behandlung von zwei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt: B-Zell-chronische lymphatische Leukämie (B-CLL) und MS. Obwohl das Medikament für B-CLL-Betroffene unentbehrlich war, wurde es weltweit einfach vom Markt genommen, um als (nicht besonders gut wirksames) MS-Mittel wieder zugelassen zu werden. Da nur wenige Menschen an B-CLL und deutlich mehr an MS leiden, winkte hier wohl ein deutlich lukrativeres Geschäft.

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Unzureichender Zugang zu unentbehrlichen Arzneimitteln im Globalen Süden

Christiane Fischer, Blickpunkt-Ausgabe 03/2024

Unentbehrliche Arzneimittel sind Medikamente, die den Gesundheitsbedürfnissen der Bevölkerung eines Landes gerecht werden und die jederzeit in ausreichender Menge, in der geeigneten Darreichungsform und zu einem erschwinglichen Preis verfügbar sein sollen. Die Weltgesundheits­organisation WHO erstellt die sog. Modellliste (die WHO Model List of Essential Medicines) seit 1977 und aktualisiert sie alle zwei Jahre. Jedes Land soll diese Liste auf seine Bedürfnisse übertragen. Tatsächlich ist der Zugang zu unentbehrlichen Arzneimitteln in vielen Ländern in Afrika, Lateinamerika und Asien aber unzureichend. Denn durch wirtschaftliche, politische, infrastrukturelle und soziale Aspekte haben Menschen in diesen Ländern oftmals das Nachsehen.

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