Teil 3: Smarte Apps für smarte Nutzer – Ein neues Paradigma zum individuellen Verstehen von MS?

Tom Foell, Blickpunkt 03/2021

Vom Papier-Tagebuch zum digitalen Begleiter

Meine Diagnose kam 1997 für mich gefühlt mit dem Start des digitalen Wandels. Ende der 90er gab es zwar noch kein ständig und überall verfügbares Internet, aber zumindest PCs und sogar mobile Geräte (Notebooks), mit denen ich von Anfang an meinen Krankheitsstatus protokollieren konnte. Das tat ich auch in gewisser Regelmäßigkeit – d. h. immer bei einem Schub oder wenn es mir einfach schlecht ging. Ich protokollierte in einer Datei, die ich passwortgeschützt auf meiner Festplatte speicherte. Ich musste immer wieder mal suchen, wo sie ist, und hoffen, dass sie nicht verloren oder kaputt geht. Daneben schrieb ich unterwegs auch öfter mal in ein kleines Papier-Notizbuch. Das tippte ich bei Gelegenheit wieder in die geschützte Datei.

Alexandra Manger, Blickpunkt 03/2021

Jahrtausende sammelten die Shaolin-Mönche Kenntnisse von Kräutern, Pilzen und Pflanzen. Darunter war auch der mittlerweile wiederentdeckte Chaga-Pilz. Als volkstümliches Heilmittel hat dieser Pilz eine lange Tradition, denn bereits im 12. Jahrhundert hofften die Menschen in Russland auf seine heilende Wirkung, insbesondere zur Behandlung schwerer Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Nun ist er auch bei mir mit den Worten „Du, der hilft bei MS“ angekommen. Und so bin ich wieder auf ein Superfood, eine Superheilpflanze gestoßen.

Teil 2: Vom „Außenskelett“ (Exoskelett) zum „Roboteranzug“ (Exosuit)

Tom Foell, Blickpunkt 02/2021

Eine Serie über neue Potenziale für eine individuelle und zeitgemäße Behandlung

Hypnotherapie wirkt auf mehreren Ebenen

Sabine Rochlitz, Blickpunkt 02/2020

Hypnose zur Behandlung von Multipler Sklerose? Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, ist keinesfalls abwegig oder gar „esoterisch“. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat im Jahr 2006 festgestellt, dass die Hypnotherapie für Behandlungen im Anwendungsbereich „psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten“ als wissenschaftlich anerkannt gelten kann. Grundlage dafür war ein Antrag der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie e. V. (DGH) und der Milton H. Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose e. V. (M.E.G.), zwei der wissenschaftlichen Dachgesellschaften für Hypnotherapie in Deutschland.

Clemastinfumarat im Blick

Blickpunkt 04/2019

MS-typische Symptome wie Sensibilitäts- und Funktionsstörungen sind die Folge von Entzündungsprozessen und Schädigungen an den Myelinscheiden. Zur schnellen Reizweiterleitung umwickeln und isolieren diese normalerweise die Axone mancher Nervenzellen und werden unter anderem von Oligodendrozyten im zentralen Nervensystem (ZNS) gebildet. Werden die Myelinscheiden zerstört, unterbricht dies nach und nach die Reizweiterleitung. Diverse Medikamente beeinflussen diese MS-spezifischen Entzündungsprozesse zwar immunmodulatorisch, haben aber keine regenerativen Fähigkeiten, obwohl die Möglichkeit einer körpereigenen Wiederherstellung der neuronalen Funktion (auch Remyelinisierung) gegeben wäre. Der Wirkstoff Clemastinfumarat hat in einer experimentellen Studie in diesem Bereich ermutigende Ergebnisse erzielt.

Überlegungen zu einer antibiotischen Therapie

Von David Wheldon
(Aus dem Englischen übersetzt von Kathrin Grüner)

Dass Multiple Sklerose (MS) eine mysteriöse Erkrankung mit verblüffenden Eigenschaften ist, wird seit über einem Jahrhundert von zahlreichen Autoren immer wieder bestätigt – sei es etwa durch den französischen Pathologen Jean-Martin Charcot in der Mitte des 19. Jahrhunderts oder dem britischen Neuropathologen David Oppenheimer in den 1980er Jahren, mit dem ich in Oxford zusammenarbeiten durfte. Aufgrund seiner Beobachtungen zu familiären Häufungen, Besonderheiten in der geografischen Verbreitung sowie chronischen Entzündungsreaktionen in den kleinen Blutgefäßen des Gehirns kam er zu dem Schluss, dass es sich bei MS nicht um eine primäre Autoimmunerkrankung, sondern um eine von außen eingebrachte multifaktorielle Erkrankung handelt, die entsprechend zu therapieren ist.

Zuwendungen durch die Industrie sollten offengelegt werden

Blickpunkt 3/2019

Dass Pharmakonzerne Ärztinnen und Ärzten sowie Gesundheitseinrichtungen Milliardenbeträge für Honorare, Spesen und andere Leistungen zukommen lassen, ist kein Geheimnis. Möchte man sich allerdings gezielt einen Überblick darüber verschaffen, ob sich durch bestimmte Zahlungen möglicherweise Interessenkonflikte ergeben, stößt man schnell an Grenzen. Die Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte MEZIS e. V. fordert daher eine Verpflichtung zur Offenlegung bon finanziellen oder geldwerten Zuwendungen durch Arznei- und Medizinprodukthersteller. Sie macht auch auf Schwierigkeiten des Informationsprojekts „Euros für Ärzte“ der Journalistenvereinigung CORRECTIV aufmerksam, welches die Zuwendungen an zentraler Stelle für interessierte offenzulegen versucht.

Zum Verständnis der Schädigung der grauen Hirnsubstanz

Blickpunkt 2/2019

Bei der Multiplen Sklerose stand bisher die durch Immunzellen verursachte Schädigung der weißen Hirnsubstanz im Fokus der Forschung, obwohl man schon länger vermutet hatte, dass Symptome wie Fatigue oder kognitive Störungen auch auf eine Beteiligung der grauen Hirnsubstanz hinweisen. Forschende der Universitätsmedizin Göttingen haben nun ein Modell entwickelt, anhand dessen neue Krankheitsmechanismen entdeckt und Schädigungsprozesse der grauen Hirnsubstanz erstmals systematisch so erforscht werden können, dass sich in Zukunft geeignete therapeutische Gegenstrategien entwickeln lassen.

Die Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte MEZIS e. V. zieht nach der Aufgabe des CME-Anbieters Omniamed ein gemischtes Resümee

Blickpunkt-Ausgabe 1/2019

Der Einfluss der pharmazeutischen Industrie auf das Gesundheitswesen, insbesondere auch auf den Bereich der Ärztefortbildungen, bleibt ungebrochen. Gleichzeitig sieht sich die Initiative durch positive Signale aus den Landesärztekammern sowie der Aufgabe des führenden kommerziellen CME-Anbieters Omniamed auf ihrem Weg bestätigt und startet das Aktionsbündnis Fortbildung 2020 – ein Bündnis für unabhängige ärztliche Fortbildung.

Handlungsbedarf im Bereich gesponserte Fortbildungen

IHochpreisig gesponserte Ärztefortbildungen, eine Leitlinien verfassende Autorenschaft mit finanziellen Verflechtungen zu pharmazeutischen Unternehmen, Anwendungsbeobachtungen, die das Verschreibungsverhalten der Ärzteschaft steuern, gezielte Marketingkampagnen, die Erkrankte verunsichern und Ängste schüren – angesichts dieser Zustände forderte die Ärztliche Geschäftsführerin von MEZIS, Dr. med. Christiane Fischer, unlängst anlässlich des Welt-Antikorruptionstages Organe der ärztlichen Selbstverwaltung und medizinischen Fachgesellschaften auf, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um „unserer berufsrechtlichen Pflicht zur Wahrung der heilberuflichen Unabhängigkeit Geltung zu verschaffen!“ Als Beispiel nannte sie unter anderem die Fortbildungsordnungen der Ärztekammern, die nach wie vor das Sponsoring von Ärztefortbildungen erlauben. Diese allerdings, so Dr. Fischer, dienten allein dem Marketing der Industrie und nicht der objektiven Information für die Ärzteschaft. Von Pharmafirmeninteressen geleitete Fortbildungen verhinderten damit eine gute Patientenversorgung, führten generell zu einer Fehlversorgung und nachweislich zu höheren Arzneimittelausgaben.

Zum Einsatz von Vitalpilzen bei Multipler Sklerosen

Blickpunkt 4/2018

Vitalpilze spielen sowohl im asiatischen als auch im europäischen Kulturraum bereits seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle bei der natürlichen Vorbeugung und Behandlung von unterschiedlichen Krankheiten. Sie schützen vor oxidativem Stress, wirken entgiftend und enthalten Vitamine und Spurenelemente. Durch Vitalpilze in Gang gesetzte, immunstärkende Prozesse und Wirkmechanismen, die auch bei MS von zentraler Bedeutung sind, wurden in den letzten Jahren verstärkt mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht und können demzufolge im Rahmen einer Mykotherapie physische und psychische Auswirkungen der Krankheit positiv beeinflussen.

Was sind Vitalpilze?